Krisenpension

Menschen, deren direktes häusliches Umfeld für die Bewältigung einer Krise insgesamt oder zeitweise nicht hilfreich erscheint, können in der Krisenpension aufgenommen werden. Die Krisenpension ist - orientiert an dem Grundgedanken der Milieutherapie - sowohl durch die Lage als auch atmosphärisch ein „alltagsnaher“ Raum, der Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.
Auch hier wird die Art der Begleitung durch alle Beteiligten gemeinsam geplant. Individuelle Bewältigungsstrategien und stützende Faktoren werden beibehalten und in die Begleitung integriert, unterstützende Bezugspersonen an der Begleitung beteiligt.
Die Krisenpension kann von manchen BesucherInnen als alleiniger Aufenthaltsort oder stundenweise tagsüber bzw. nachts als Alternative zur eigenen Wohnung genutzt werden. Grundsätzlich sollen die Verbindungen zum bekannten Umfeld, die eigene Wohnung und die sozialen Bezüge erhalten und stabilisierend genutzt werden.
In der Krisenpension, einer Wohnung für 5-6 BewohnerInnen, sind neben Gesprächen und anderen therapeutischen Angeboten sowohl Gemeinschaft wie Rückzug oder alltägliche Beschäftigungen möglich. Neben Zimmern, Küche und Gemeinschaftsraum steht zusätzlich das sogenannte „weiche Zimmer“ für die intensive Begleitung in reizreduzierter Umgebung zur Verfügung. Ein Wechsel zwischen der Krisenpension und eigener Wohnung ist flexibel möglich.